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Das Regionalbahnkonzept Aachen |
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aktuelle Planungen für den Personenverkehr
aktuelle Planungen für den Güterverkehr
aktuelle Planungen im Personenverkehr:
In den vergangenen und auch noch in den kommenden Jahren wurde/wird der Schienenpersonennahverkehr in der Region Aachen durch Einführung der euregiobahn völlig neu geordnet.
Einen wichtigen Stützpfeiler des Regionalbahnkonzeptes Aachen ist das private Eisenbahninfrastrukturunternehmen Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) - hervorgegangen aus der
Stolberger Gesellschaft BSR Naturstein-Aufbereitungs GmbH -, welches von der DB AG eine Reihe Nebenstrecken übernommen hat, reaktiviert und sogar Schienenstrecken neu gebaut hat.
Auf den Strecken der DB Netz und der EVS wird die euregiobahn von der DB Regionalbahn Rheinland GmbH in Zusammenarbeit mit NS Reizigers betrieben.
Die oben genannten Strecken gingen bereits zum 01.11.2000 in das Eigentum der EVS über. Die Strecke Stolberg Hbf - Stolberg-Altstadt (ehemals Stolberg-Hammer) wurde im Frühjahr 2001 komplett überarbeitet und es wurden die vier neuen Haltepunkte eingerichtet. In Stolberg entstand eine Weichenverbindung aus dem Güterbahnhof nach Gleis 2, eine direkte Verbindungskurve zwischen der Strecke von/nach Aachen und der Stolberger Talbahn über den Bahnhofsvorplatz wird diskutiert. In Stolberg entsteht auch das elektronische Stellwerk ESTW für das gesamte EVS-Streckennetz.
Zum 10.06.2001 ging die 1. Ausbaustufe der euregiobahn mit der Verbindung Heerlen - Aachen - Stolberg Hbf - Stolberg-Altstadt in Betrieb. Zum Einsatz kamen zunächst dreiteilige Dieseltriebwagen der BR 644 (Talent), welche eigens dafür mit niederländischen Zugfunk ausgerüstet wurden. Die Züge verkehren im Halbstundentakt zwischen Stolberg-Altstadt und Aachen Hbf. und stündlich weiter nach Heerlen. Derzeit findet in Stolberg Hbf noch Fahrtrichtungswechsel statt, dazu werden Gleise des Güterbahnhofs genutzt. Seit April 2003 kommen - statt der davor verwendeten Fahrzeuge der BR 644 - eigens für die euregiobahn beschaffte zweiteilige dieselmechanische Talente der BR 643.2 mit einer Einstiegshöhe von 80 cm und Austattung nach BOStrab für den späteren Verkehr im Straßenraum bis zum Aachener Bushof (Stufe 3 des Konzeptes) zum Einsatz.
In der 2 Ausbaustufe (ab 11. September 2004) geht sukzessive das Flügelzugkonzept mit den Trennungsbahnhöfen Stolberg Hbf. und Herzogenrath in Betrieb:

Zum 11. September 2004 ging die Linie von Stolberg nach Weisweiler in Betrieb und der Flügelzugbetrieb wurde eingeführt. Die euregiobahn kommt nun jede halbe Stunde von Weisweiler (erster Flügelzug) und Stolberg-Altstadt (zweiter Flügelzug). Ab Stolberg Hbf. verkehren die beiden Flügelzüge im Zugverband über Aachen Hbf. nach Herzogenrath und stündlich weiter nach Heerlen. Beim Flügelzugkonzept werden die Außenäste in der Regel in Einfachtraktion befahren, so daß im Abschnitt Stolberg Hbf. - Herzogenrath/Heerlen in Doppel-Traktion gefahren wird.
Seit dem 12. Dezember 2004 wurden die in Herzogenrath endenden Züge bis nach Merkstein verlängert. Ab dem 11.12.2005 wurden die Merksteiner Züge bis nach Alsdorf-Annapark verlängert.
Zum 14.06.2009 wurde die Linie über Weisweiler hinaus bis Langerwehe verlängert, unter Nutzung der neu erbauten Verbindungsstrecke Langerwehe - Weisweiler.
In der 3. Ausbaustufe soll die 'Ringstrecke' Herzogenrath - Stolberg durch Reaktivierung des Abschnittes Alsdorf - Stolberg geschlossen werden. Weiterhin soll in den kommenden Jahren auch der Streckenast Herzogenrath - Heinsberg (via Lindern) in Betrieb gehen. In eher fernerer und ungewisser Zukunft liegt dagegen die geplante Verlängerung der Linien über Würselen und Aachen-Nord bis in die Aachener Innenstadt.
Langfristig wird auch eine Verlängerung des Personenverkehrs über Stolberg-Altstadt hinaus via Walheim und Raeren (KBS 482.1) nach Eupen (Strecke 49), wo Anschluß an die IC-Linie A und Nahverkehrszüge der SNCB besteht, diskutiert.
Neben den Streckenreaktivierungen soll auch der bestehende Personenverkehr im deutsch-belgisch-niederländischen Grenzraum durch Einbeziehung und Verbindung dieser drei Euregio-Länder optimiert werden. Als erste Schritte zu einem grenzenlosen System wird von der DB Regio Rheinland die Durchbindung der euregiobahn über Heerlen hinaus bis nach Sittard diskutiert. In diesen Zusammenhang passt auch die seit dem 15.12.2002 verkehrende RE-Linie 29 Liège - Aachen ("Euregio-AIXpress"), auch wenn diese Linie fahrplan- und triebfahrzeugmäßig vorläufig nicht in das euregiobahn-Konzept integriert sein wird.
Wegen der allgemeinen desolaten Finanzlage mussten geplante Fördermittel für das euregiobahn-Projekt gekürzt bzw. gestreckt werden, so dass sich der ursprünglich vorgesehene Zeitplan teilweise um mehrere Jahre nach hinten schieben wird. Einzelne Ausbauabschnitte werden voraussichtlich später und mit geringerem Ausbaustandard, möglicherweise aber auch gar nicht realisiert werden können. Die zukünftige Zeitskala ist daher mit großen Unsicherheiten behaftet:
Neben der Nutzung der Nebenstrecken in der Region Aachen für den Personenverkehr möchte die EVS auch Güterverkehr auf den Strecken betreiben und neue Verkehre auf die Schiene holen. Dazu sind auch weitere Netzergänzungen angedacht. Die Infrastrukturplanungen für den Güterverkehr im Einzelnen:
Quellen:
Elmar te Wildt: Aachen setzt auf die Schiene. in: Bus & Bahn 9/99
Informationsbroschüren zur euregiobahn, herausgegeben vom Aachener Verkehrsverbund (AVV)
Informationsmaterial der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS), Stolberg.
Artikel 'Die euregiobahn startet durch'. in: Drehscheibe 148, 8/00
weitere Informationen zum Thema:
Die euregiobahn
(offizielle Homepage) 
Die euregiobahn Aachen
Informationen zur euregiobahn Aachen - von Andreas Nessel 
EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH
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Stefan von der Ruhren, aktualisiert am 02.07.2009Impressum / Urheberrecht / Haftungsausschluss